Creationship - Dein Beziehungspodcast

Creationship - Dein Beziehungspodcast

Transkript

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00:00:00: So schön, dass du wieder eingeschaltet hast zu einer neuen Folge vom Creation Podcast.

00:00:05: Einer sehr persönlichen Folge weil es geht um den Abschied von Analenas Papa der ganz anders war und aber sehr bunt war.

00:00:14: Und da steigen wir heute ein.

00:00:15: Wir nehmen dich ein bisschen mit wie Analena und auch wie ich Wie wir als Familie das ganze erlebt haben was wir gemacht haben Was der Analena auch geholfen hat durch diesen Prozess durchzugehen und Ganz viel mehr.

00:00:31: Hallo und herzlich willkommen zum

00:00:34: Reaction to

00:00:35: Podcast.

00:00:36: Dein Podcast, wie du aus einer Kompromissbeziehung rauskommst.

00:00:40: Wie du nicht in der Beziehung lädest nach zero acht fünfzehn sondern aus deiner wirklichen Liebesbeziehungen.

00:00:45: eine Beziehungsmacht die dir hilft zu wachsen die euch zusammenbringt die euch in Verbindung bringt um wie das alles gemacht wird und was dir dabei hilft dass packen wir alles in diesen podcast.

00:00:57: schön dass du wieder eingeschalten hast.

00:00:59: Wir haben es ja schon angeteasert heute.

00:01:01: die heutige folge geht um ein ganz ganz persönliches thema, wir haben dich etwas schon bisschen mitgenommen auf social media.

00:01:10: analena hat auch dazu ein bisschen was geteilt wie der abschied von ihrem papa gelaufen ist das ihr schon geholfen habt.

00:01:19: Und da gehen wir jetzt in dieser Podcast-Folge noch ein bisschen näher drauf ein.

00:01:23: In der letzten Podcast-Volge, wir werden auch nochmal darauf verweisen, habe ich noch mal was Spezielles aufgenommen zum Thema Trauer.

00:01:31: Wenn dich das also generell interessiert wie du mit Trauer anders umgehen kannst dann hör auf jeden Fall noch in die letzte Podcast Folge rein und wir nehmen dich jetzt auch ein bisschen mit.

00:01:41: ja wie die letzten Wochen eigentlich so gelaufen sind Ja Jetzt machen wir doch einfach den Elefant aus dem Raum.

00:01:47: Annalena, wie geht's dir denn?

00:01:51: Also heute fühle ich mich sehr gut.

00:01:54: Fühle ich sich leicht.

00:01:55: Ich fühle mich auch allgemein leicht mit meinem Papa und das hat aber verschiedene Gründe.

00:02:03: sag' ich mal worüber wir heute auch mit dir sprechen möchten weil wir ... Weil ich in diesem Prozess gemerkt habe... Mann oder wie ich anders mit Trauer umgehen kann, wie ich auch diesen Abschied ganz anders gestalten kann und wie viele Rahmen es eigentlich in unserer Gesellschaft gibt.

00:02:27: Wie Dinge zu laufen haben, wie es gewöhnlich ist?

00:02:30: Wie es erwartet wird im Anführungszeichen aber wirklich für mich jetzt so zu erleben ja wie ist das denn für uns stimmig und unses auch zu erlauben und das war für mich einfach so ein wunderschöner Prozess das anders zu machen.

00:02:44: Das so zu machen, wie es halt für uns als Familie stimmig war und für meine Mama, für mich ... Für uns, wie's auf meinen Papa gefallen hätte.

00:02:52: Und da möchten wir dich heute wirklich ganz herzlich einladen, mal mit uns in dieses Thema einzutauchen, weil grade wenn du dich schon mal damit auseinandergesetzt hast kann, wenn das in deiner Familie oder deinem Umfeld passiert, kannst du's auch ganz anders ... gestalten.

00:03:12: Das habe ich jetzt auch bei paar Leuten aus der Community Rückblicken gehört, da hab' ich mich damals von den Bestatter bequatschen lassen oder eigentlich hätte ich mir gern mehr Zeit gelassen oder viele solche Dinge.

00:03:24: und wenn wir halt vorher schon mal wissen, ach guck mal, da ist jemand, der hat es für euch ein bisschen anders gemacht... Und das geht!

00:03:30: Und ich fühl irgendwas ist für mich in den Prozessen.

00:03:33: Stimm mich, dann kannst du es auch anders machen so wie es für dich eben stimmig ist und deswegen teilen wir das auch weil's natürlich auch ein sehr privates und persönliches Thema ist.

00:03:43: Ich hatte auch wirklich lange überlegt ob ich Fotos von der Abschiedsfeier teil und dann hab' ich einfach so gefühlt auch auf Instagram, nee ich möchte es teilen, weil ich wirklich auch da einen Raum öffne, möchte für mehr Menschen es auch einfach anders zu machen, es so zu machen wie es Für Dich stimmige ist Wie es für euch stimmiges.

00:04:00: Deswegen reden wir heute auch darüber.

00:04:03: Es ist ja ganz oft so, dass ganz wenig Zeit bleibt – den Druck, den wir uns irgendwie selber machen, den Erwartungsdruck, wo wir glauben, wir müssen jetzt irgendwelche Zeitschienen von irgendwelchen Bestattern oder irgendwelcher Zeitpläne von den friedlichen Höfen.

00:04:21: Ich finde das Wort so schön, habe ich vorher auch nicht gekannt.

00:04:24: Der Friedhof ist ein friedlicher Hof und… Glaube ich laufen oft durch diesen Prozess durch.

00:04:32: Irgendwie so im, keine Ahnung in der geistigen Umnachtung weil wir irgendwie so viel dann auf uns einprasselt an Dingen die organisiert werden müssen und Formulare und irgendwelche Zertifikate und Wishs und sonst irgendwas das wenig Zeit bleibt für den Prozess an sich.

00:04:50: Und dass glaube ich viele sich da dran.

00:04:53: irgendwie so ist es rum und dann fällt einem auf ok Was ist eigentlich gerade passiert?

00:05:02: Ich war gar nicht so wirklich bei mir, ich war nicht präsent.

00:05:05: Es ist alles an mir vorbei gelaufen und dann gibt es eben gewisse Dinge die können wir halt nicht nochmal machen.

00:05:10: Ja... Es gibt eine Abschiedsfeier und natürlich kann man immer wieder feiern aber halt es gibt nur diese eine.

00:05:15: Es gibt nur einmal vielleicht auch die Möglichkeit den Verstorbenden noch mal zu sehen oder die Verstorbenen usw.. Was hat dir denn jetzt geholfen dir zu erlauben Dinge anders zu machen?

00:05:29: Ich glaube, das erste Thema war für mich einfach dieses.

00:05:33: Das ist auch irgendwie so, als wir Bestatter dann waren und mit ihm gesprochen haben.

00:05:37: Und ich hab dann schon direkt gesagt, ja, wir haben keinen Zeitdruck!

00:05:40: Also es war einer der ersten Sätze, die ich gesagt habe, wir wollen das jetzt nicht hier schnell machen.

00:05:46: Irgendwie kam auch gar kein Druck oder Stress, was natürlich bei einer Erdbestattung noch mal anders ist.

00:05:52: Da gibt's gesetzliche Regelungen.

00:05:53: Wir hatten eine Urn-Bestattung.

00:05:54: Es stand da natürlich nochmal ein Tick mehr einfacher.

00:05:58: Aber da hab' ich mir gedacht ... Die meisten Leute machen das ja innerhalb von ein oder zwei Wochen.

00:06:04: Und wir waren, glaube ich gerade mal.

00:06:07: nach ein, zwei Wochen haben wir gerade noch entschieden ob wir jetzt die Bestattung auf den Friedwald machen oder auf dem Friedhof wo es eine Baumbestattung gibt und so weiter.

00:06:16: Also da hatten noch so Themen von meiner Mutter und mir und wie wir eigentlich zu meinem Papa fühlen.

00:06:22: Das was dann an der Oberfläche ist... Wie machen wir jetzt diese Feier?

00:06:27: ist ja nur das, was du siehst.

00:06:28: Aber was da darunter liegt sind ja diese ganzen offenen Themen und das sagen wir immer, dass sich sowohl bei der Geburt als auch beim Tod halt die ganzen... Beziehungsthemen zeigen, also in der Geburt zwischen dem Paar.

00:06:40: Wie ist das Paar miteinander?

00:06:42: Und beim Tod kommen deine ganzen Themen hoch die du mit diesen Menschen noch mal hast auf einem Silber-Tablet.

00:06:48: Das heißt wir haben ja diese Illusion wenn jemand stirbt dann gehen die Themen mit denen sie gehen überhaupt nicht deswegen.

00:06:53: die werden eigentlich noch sichtbarer.

00:06:54: so und das sind natürlich auch die Themen unsere Familienthemen hochgekommen, die Themen, die wir miteinander haben.

00:07:02: Die Themen, wie jeder von uns ging's meiner Mutter mit meinem Papa.

00:07:06: Wie ging es mit dem Papa?

00:07:08: Das kann natürlich auch noch mal alles hoch.

00:07:09: Wenn man wenig Zeit hat, weil das schnell alles entschieden werden muss ist nicht so viel Raum diese Gespräche zu führen.

00:07:17: und wir haben viele Gespräche geführt, waren öfter mal spazieren in der Natur und haben uns wirklich Zeit dafür gelassen.

00:07:23: Ich hatte das Gefühl, dass wir nach zwei Wochen die Emotionen erst einmal ein bisschen stabiler waren, als wir irgendwie auch so klar sehen und fühlen konnten.

00:07:32: Und irgendwie wie uns gegenseitig auch sehen konnten meine Mama und ich auch in dem das wir einfach auch eine unterschiedliche Perspektive haben auf meinem Papa unterschiedlich fühlen.

00:07:42: Das ist glaube ich eines der größten Themen was sich nach draußen geben möchte wirklich dieses Lastjahrzeit.

00:07:51: also lasst dich nicht stressen Von dem Bestatter.

00:07:54: lasse ich nicht stressen von irgendwelchen Rahmenbedingungen in der Gesellschaft, wo Leute sagen das muss so und so sein oder es gibt auch Familienmitglieder.

00:08:03: Ich sage nein!

00:08:04: Es gibt dann Leute die wollen, dass sie sich schnell hinter sich bringen weil sie halt diese Gefühle, die hochkommen als unangenehm empfinden und sich damit nicht auseinandersetzen möchten.

00:08:15: Aber alles was sich nicht ausdrückt drückt sich ein.

00:08:17: Das heißt auch da ist halt die Frage Willst du von dem, was dann hochkommt, weglaufen?

00:08:23: Oder bist du dir die Zeit und den Raum nehmen, um das anzugucken.

00:08:26: Das war schon einer der größten Schlüssel, dass wir uns Zeit genommen haben.

00:08:31: Dass eben Raum ist auch für diese Gespräche und alles unter der Wasseroberfläche.

00:08:36: Weil dann hat sich alles andere total schnell an seinen Platz gefallen.

00:08:39: Nachdem es am Anfang, wo's geknirrscht hat ... Dann ist alles irgendwie so an seinem Platz gefallen.

00:08:47: Das ist ja auch das, was wir immer wieder in unserer Arbeit erleben.

00:08:51: In jeder Beziehung, ne?

00:08:53: Dass es eigentlich nie um die Sache an und für sich geht, sondern immer um das, worunter liegt.

00:09:01: Ja ... Wie hast du denn das jetzt eigentlich erlebt?

00:09:03: von der Nachricht hinzu?

00:09:05: Wir mussten dann aus Mexiko früher zurückfliegen mit Kleinkind, ich darf selber diesen Prozess verarbeiten.

00:09:18: Du musst aber auch noch Dinge organisieren, du hast dich ja viel um Sachen dann gekümmert.

00:09:23: Das ist vielleicht bei manchen anders.

00:09:25: Du hast dir dann viel übernommen für dich und deine Mama, eure Familie ... Wie ging's dir da?

00:09:33: Und was kannst du da noch mal so mitgeben?

00:09:36: Für mich hat es sich immer angefühlt als ob sie eine Reise war in Etappen.

00:09:40: Also das war zuerst mal okay.

00:09:43: Ich hab aber ganz schnell wie Downloads bekommen Was ist zu tun?

00:09:49: Also, ich hab irgendwie ganz schnell gefühlt so ... Okay.

00:09:52: Bevor wir noch fliegen, will ich noch mal einen Abschiedsritual machen.

00:09:57: Das haben wir gleich am nächsten Morgen gemacht, wo wir ans Meer sind und jeder Brief geschrieben hat an meinem Papa.

00:10:03: Ich hab auch so gefühelt, okay jetzt ist das irgendwie zu tun, jetzt ist es zu tun.

00:10:07: Also, eine große Hilfe war wirklich einfach auf meine Intuition zu hören.

00:10:15: Und auch, dass du mich so viel gelassen hast und den Brunzer mitgemacht hast.

00:10:19: Weil einfach uns so viel Zeit zu lassen, als ich gesagt hab, wir sind solange bei meiner Mama ... Jetzt machen wir das so!

00:10:27: Das war ja auch ... Das hast du ja auch mitgetragen.

00:10:31: Da bin ich dir echt sehr dankbar dafür, dass ich auf meine Art machen konnte.

00:10:37: Es hat sich angefühlt wie Etappen erst mal dieser ... Diese erste kleine Abschied, dann das Fliegen nach Deutschland.

00:10:43: Und was ist jetzt und immer wieder zu gucken?

00:10:46: Was ist denn jetzt gerade wichtig?

00:10:47: Was sind jetzt der nächste Schritt?

00:10:49: Weil es halt auch irgendwie so überwältigen dann halt irgendwie sein kann.

00:10:52: Und weil halt dann auch diese To-do's und die ganzen eigenen Emotionen und die Trauerigkeit ... Weil das dann manchmal einfach auch irgendwie viel war auf einmal um ein Kleinkind natürlich.

00:11:06: Ja!

00:11:07: Und dann für mich immer wieder, was auch super hier frei war, war Natur.

00:11:10: Immer wieder ... wenn ich rausgegangen bin oder wir hatten mal eine Phase, wo wir angestrengt waren mit der Nana und sind einfach mal spazieren gegangen.

00:11:18: Danach war's schon wieder viel besser.

00:11:20: Mhm.

00:11:21: Ja?

00:11:23: Ja...

00:11:27: Wie ... Was war so dein Learning mit dem Thema Trauer?

00:11:35: Weil das ähm ... oder auch diesen Prozess jetzt, Dinge organisieren zu können, Dinge halten zu können dich auf Entscheidungen treffen zu müssen und zu wollen.

00:11:44: Wie jetzt etwas stattfindet was ist da dir noch wichtig irgendwie mitzugeben?

00:11:49: Weil ich meine das erlebt jeder anders die in einer anderen Situation.

00:11:53: Ich habe jetzt auch... Was sich auch sehr spannend fand an... Ich hatte Manor Retreat und da war eine Übung sich schneller kennenzulernen dass ich ne Frage gestellt hab und jeder der die Frage bejaht ... macht einen Schritt nach vorne, also zum Beispiel hast du Geschwister und dann alle die Geschwisters haben machen ein Schritt nach vorn.

00:12:09: Dann zieht man eben a, schau mal mit gewissen Themen dich ab, bin ich nicht alleine!

00:12:13: Was ich sagen will eine Frage war, hast du schonmal einen oder beide Elternteile verloren?

00:12:19: Und aus einer Gruppe von zwölf Männern, die alle zwischen... ... dreißig, fünfdreißig bis ungefähr fünfundvierzig, Fünfzig waren, waren es auch nur zwei Männer.

00:12:32: Also ich hätte jetzt auch mehr erwartet Weil ich glaube, natürlich wenn es jetzt nicht ein Unfall ist und schwerer oder eine Krankheit.

00:12:39: Ist das jetzt so langsam des Alters?

00:12:42: Fünfzig Wo auch die eigenen Eltern jetzt langsam in den Alter kommen wo ja Die ersten sich mit dem Thema Trauer auseinandersetzen müssen dürfen?

00:12:54: So und jetzt nochmal meine Frage was ist da dir wichtig noch mal so Mitzugeben?

00:13:00: bei der Eurge habe Ich jetzt verstanden das thema zeit lassen.

00:13:03: also Nimmt euch die Zeit, die ihr braucht.

00:13:06: Was ich bei der Analena auch immer wieder sehr inspirierend finde ist dass sie sich nicht scheut in schmerzhafte Prozesse reinzugehen Wie du gesagt hast.

00:13:16: wie viel nehmen sich die zeit wenn Sie wissen Ich kann mir Zeit nehmen.

00:13:19: das war ja auch noch mal ein Impuls von unserer Trauerrednerin, die auch vom Anfang angesagt hat hey Da sie ja das für sich selber schon erlebt hat Auch einen Elternteil verloren aber natürlich andere dabei begleitet war Ihr erster Impuls auch Hey, lasst euch nicht pressen.

00:13:35: Wenn's ne Feuerbestattung ist, ne Urnenbestattungen quasi dann nehmt euch die Zeit.

00:13:39: ihr habt die Zeit da gibt es keinen Zeitdruck ihr könnt machen wie ihr das wollt.

00:13:44: Das eine is ja nämlichs mir dann das andere... ...wie du hier auch gesagt hast will ich's nicht irgendwie schnell hinter mich bringen.

00:13:53: und wie gesagtes ist was was sich an der Analena immer wieder sehr bewunder ist dass sie Prozesse nicht scheut auch wenn Sie schmerzhaft sind auch wenn sie weh tun zum Beispiel auch mit deiner Mutter Sie da durch diesen Prozess auch zu führen und immer mal wieder mit ihr innen zu halten und sagen okay, da reden wir jetzt drüber.

00:14:09: Da sprechen wir jetzt darüber weil sie von der Art her wäre glaube ich auch kommen irgendwie zack eine Woche und jetzt machen wir da geschwindende Abschiedsfeier oder halt ein Trauerfeier und dann gehen die alle zum leichen Schmausen.

00:14:21: haben wir das Thema erledigt?

00:14:23: Du hast ja absichtlich gesagt ne machen wir nicht Auch wenn es mehr Energie kostet mehr Zeit aufwand ist Und auch schmerzlicher Also in dem Moment.

00:14:34: Ja, genau.

00:14:35: Ich glaub es ist halt in dem moment schmerzlicher.

00:14:38: aber für mich hat sich das so ein bisschen angefühlt und irgendwie auch da ein bisschen wieder eine Analogie zur Geburt vom Alvaro.

00:14:44: Es war ja auch ne längere Prozess.

00:14:47: Da hab ich damals noch gedacht warum dauert das so lang?

00:14:50: Und kann das nicht schneller gehen?

00:14:51: Und jetzt bei der Abspiele von Papa war's ja bewusst so ein langer Prozess... Ich glaube halt dass wir immer also dass wir diese Emotionen und die Themen, die da sind, nicht wegdrücken können.

00:15:04: Die Frage ist halt, entscheiden wir uns in dem Moment damit zu dienen oder kehren wir es unter ein Teppich?

00:15:12: Schauen wir das nicht an, dann kommt's später raus.

00:15:14: In Form von einer Depression, einem Burnout, einer Krankheit ... whatever so.

00:15:21: Ich glaube, wir zahlen immer den Preis irgendwann.

00:15:24: Und wir dürfen uns immer damit konfrontieren.

00:15:30: Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, wenn ich das einfach mache.

00:15:33: Wenn es da ist, dann ist es am leichtesten und am schnellsten und am natürlichsten.

00:15:38: Und was mir aber auch total in dem Trauerprozess geholfen hat, also neben einer Unterstützung war diese andere Perspektive auf Trauern.

00:15:47: Das ist das, was der Reimer auch in der letzten Podcast-Folge mit euch geteilt hat.

00:15:52: Das war so interessant, weil das Thema ist ungefähr vor einem Jahr in sein Feld gekommen.

00:15:57: Da hat er gesagt ja, er liest zu einem Bruch Grief is not sacred.

00:16:01: und dann hab ich gedacht wie kommt der zum Trauerthema?

00:16:04: Es hat irgendwie null Sinn gemacht, ne?

00:16:06: Weil du überhaupt nicht davon betroffen warst persönlich aber irgendwie hat sich so gehockt.

00:16:12: Und dann ist er halt weiter auch mit dieser Trauma Ausbildung und so reingegangen und Ich habe das natürlich selber nicht nicht gemacht oder gelernt aber hat ganze von dir mitbekommen dass Trauer uns ja nur eine Emotion ist, die uns in Verbindung bringen möchte.

00:16:27: So ... Und ich glaube daran, dass wir halt ... Also das die Seele noch da ist auch in der Körper weg ist und dass sich mein Papa immer in Verbindung sein kann.

00:16:37: Deswegen bin ich jetzt einfach sehr verbunden mit ihm ganz oft.

00:16:41: Ich hab das Gefühl, ich bin irgendwie ... Jetzt verbundene mit ihm als Vorherr tatsächlich.

00:16:48: Kann ihn irgendwie ... Er kann ihn total fühlen und war auch, das ist ja auch was ganz schön.

00:16:54: Dadurch dass wir uns so viel Zeit genommen haben und die Abschiedsfeier so intensiv, also wir haben es bewusst, Abschiedspeyer genannt und nicht Beerdigung, die Abschlussfeiersointensiv vorbereitet haben, die ganze Fotos angeguckt, geguckt welche Musik passt, welche Deko

00:17:09: usw.,

00:17:10: dadurch habe ich mich ihm ja auch wieder nahe gefühlt.

00:17:14: So well' ich hier in seine Welt, in seine Energie eingetaucht bin!

00:17:18: Und wenn uns Trauer in Verbindung bringen möchte und ich in Verbindungen gehe über die Dinge, die ich mache, dann brauche ich auch nicht so sehr traurig sein.

00:17:28: Natürlich war ich trotzdem immer wieder trauriger, weil ich nicht mehr ihn in dieser drei D-Erfahrung hier habe.

00:17:35: Aber trotzdem hab ich mich mit ihm so verbunden gefühlt für mich jetzt total verbunden mit ihm.

00:17:40: Das hat mir diese Perspektive so sehr geholfen ... dass er ja irgendwie immer da ist, also zum einen die Haltung aber auch dieses Bewusstsein.

00:17:50: So was Trauer möchte und ... Ja das war irgendwie total wichtig für mich.

00:17:56: Und was auch ganz wichtig war, es hab ich auch so gefühlt, auch wenn sich ein Teil in mir gesträubt hat.

00:18:04: Das ist auch wieder so dieses Fühlig.

00:18:05: Es ist richtig auch, wenn vielleicht ein Teil sagt, oh Gott!

00:18:08: einfach auch ihn noch mal anzusehen, also seinen Körper nochmal anzusähen und mich da noch einmal zu verabschieden.

00:18:16: Da hab ich dann zwar schon gemerkt, ein Teil in mir hat so einen Widerstand weil wir ja auch irgendwie nicht mit Toten konfrontiert sind.

00:18:23: So gesellschaftlich.

00:18:23: früher war das normal dass jemand gestorben der war dann zwei drei Tage zu Hause aufgebaut haben Leute sich verabsiedelt haben gekocht haben zusammengesessen haben über den Verstorbene geredet.

00:18:33: da war es mitten im Leben einfach.

00:18:36: Und so, wie jetzt Geburten in Krankenhäusern stattfinden und Leute ganz schnell ... Also auch oft dann im Krankenhaus oder irgendwo sterben.

00:18:48: Oder einfach schnell beerdigt werden.

00:18:51: Sind wir damit nicht konfrontiert?

00:18:53: Die einzige tote Person, die ich gesehen hab vor meinem Papa war halt die Oma von meinem Ex-Freund.

00:18:59: Mhm!

00:19:00: Und das war auch damals in Mexiko, wo es noch üblicher ist.

00:19:03: Da war ich total erschrocken, weil ich dachte, Gott, die haben wir hier aufgebahnt und was will.

00:19:09: Heute denke ich mir ja voll gut, dass sie das gemacht haben.

00:19:11: Weil dein System dann halt auch so versteht okay ... Die Seele ist ja jetzt raus!

00:19:17: Als wir uns da verabschiedet haben, hab ich wirklich so ... gemerkt, ja das war halt sein Gefährt.

00:19:24: Das war sein Auto aber der ist es jetzt nicht mehr.

00:19:27: also dass es nicht eher.

00:19:28: also das war das auto was er benutzt hat und Es war irgendwie auch gerade für meine mama weil sie mir auch am ende sehr schlecht ging Und sie da auch einfach so grad der letzte tag mit ihm auch sie Einfach bilden auch in ihrem kopf hat die für sie einfach auch sehr schwer waren Weil das auch noch mal so heiß an das hier nochmal ein anderes bild von ihm Von dem körper noch einmal für sich abspeichern konnte.

00:19:51: Ja, da bin ich irgendwie auch so dankbar.

00:19:52: Dass sie einfach viel von dem Weg mitgegangen ist, auch wenn sie vielleicht selber manche Sachen anders gemacht hätte aber für viele Sachen jetzt auch rückblickend dankbar ist.

00:20:04: Das finde mich auch einfach total schön!

00:20:05: Also wie kannst du auch mit dem was du für eine andere Perspektive hast oder was du dir erlaubst anders zu machen?

00:20:11: Was kannst du dadurch auch für andere Räume für deine Familie, für deinen Partner, deine Partnerin eben auch Eröffnen?

00:20:19: oder was konnte der Reimu jetzt auch für mich.

00:20:21: Für einen anderen Raum öffnen, wer ich einfach anders auf Trauer blicken konnte schon bevor das passiert ist.

00:20:29: Ja

00:20:31: ja und es spannende ist wie gesagt ich gehe da im Detail oft in der letzten Podcastfolge drauf ein deswegen hört er noch mal rein wir packen auch den link in die show notes.

00:20:41: aber Jetzt auch wo ich gefragt habe wie geht's dir denn?

00:20:43: Und dann auch sagen zu können gut also wie oft Wie sehr kann ich mir das auch erlauben, dass es mir danach auch gut geht.

00:20:53: Trotz Trauerprozess und ein Teil oder ganz viele Teile haben eben die Dinge dazu beigetragen, die eben passiert sind.

00:21:03: Die Zeit zu nehmen den Prozess bewusstzugehen in deinem Impulsen zu folgen nicht irgendwie Dinge wegzudrücken sondern sie auszuleben.

00:21:13: Auch wenn Sie am Anfang also hard decisions now easy life later So ein bisschen jetzt die härteren und schmerzhafteren Enthaltung zu treffen, um dann nicht Dinge weg zu drücken damit sie dann irgendwann doch hochgespült werden.

00:21:31: Bewusst einen Prozess draus zu machen eine bunte Feier zu machen auch ein bisschen in seinem Sinn.

00:21:37: Auch nicht so typisch Deutsch wie man so kennt Sondern uns da auch ein bisschen oder dich ein bisschen inspirieren zu lassen.

00:21:45: so vom Ausland, man kennt es aus Mexiko wird die Totenfeier der Totensonderbe wieder bei uns heißt.

00:21:52: Wird ja auch ganz anders gefeiert mit Essen auf dem Friedhof und Bund und Farben und Musik und das Leben zu feiern... ...und da auch sein Leben eben anders zu feieren mit dem was ihn ausgemacht hat aber vor allem auch wie ihr euch das... vorgestellt habt.

00:22:10: Und das Schöne war, dass unsere Trauerrednerin, die es auch einfach echt wundervoll gemacht hat und auch tatsächlich schon bei uns in Relationships with ease, weil deswegen war das so schlimm, weil wir uns auch einfach persönlich schon gut kannten.

00:22:23: Sie hat halt gesagt, Sie hat gesagt, ihr mietet die Trauerhalle.

00:22:28: Ihr habt sie gemietet?

00:22:29: Ihr könnt die dekorieren wie ihr wollt nicht so ... Die Aussegungshalle auf dem Friedhof kann ich dekorierend wie ich will.

00:22:34: Da hätte ich und da hat sie mir jetzt auch einfach noch mal einen neuen Raum geöffnet.

00:22:38: Da hätt ich nur die Blumen und Kerzen hingemacht.

00:22:42: Aber ich kann die dekorieren, wie ich'll!

00:22:45: Sie hat in Halbenhaushalt von ihrem Papa damals angeschleppt.

00:22:48: Und die Fußmatte und irgendwelche Bilder weil der Jäger war.

00:22:52: Und wir haben dann halt irgendwie so zwei Bretter gemacht mit Fotos und den lustigen Schildern von meinem Papa.

00:22:59: Und haben fahren auf gehängene Spiegelkugel dahingestellt, also wie er halt war.

00:23:05: im Rückblick hab ich gedacht werden noch viel mehr auffängen können.

00:23:07: aber ja als ich glaub die Leute die schon reingekommen sind in die Aussägungshalle waren glaube ich schon erst mal ein bisschen überrascht.

00:23:15: Wir

00:23:15: haben halt rumgebeten dass jeder Bund kommen soll?

00:23:17: Genau!

00:23:18: Dann haben wir halt Raggy gespielt So wie es mein Papa einfach gefallen hätte.

00:23:24: Und auch die Abschiedsfeier haben wir noch mal eine sehr lustige Präsentation gemacht, die auch in seinem Sinne gewesen wäre und ... viele Lichter, viele Fahnen und seine Musik

00:23:36: gespielt.

00:23:36: Boden-Feuerwerk!

00:23:37: Feuerwerk haben wir abends auch gemacht genau.

00:23:40: Das Witzige war wirklich, dass wir saßen da und am Anfang wurde ein Lied gespielt, wo jeder so einen schönen Moment mit ihm denken sollte.

00:23:49: Die Musik war halt so mittelmäßig laut und der Alvaro hat irgendwie auch Teile einfach von meinem Papa, die er halt irgendwie auch von ihm hat.

00:23:57: Und dann hockt er halt da und ruft halt alles das ruhig.

00:24:00: Das Lied wird gespielt in den Alvarof einfach nur lauter!

00:24:03: Mein Papa hat halt immer so laute Musik gehört ne?

00:24:06: Also hatte auch so ein Schild, meine Nachbarn hören gute Musik ob sie wollen oder nicht.

00:24:11: So ungefähr und ja also irgendwie halt auch zu sehen inwieweit lebt er denn in uns weiter und ich merk irgendwie auch, dass das er jetzt echt mehr da ist.

00:24:22: Einfach so energetisch.

00:24:24: was verändert in der Dynamik, in der Familie wo ich auch merke, dass ich irgendwie noch mal einen anderen Arsch tritt.

00:24:31: Energetisch jetzt bekomme mit Entscheidungen wo vielleicht manchmal noch ein bisschen gewartet oder gezögert

00:24:38: hab.

00:24:39: Merk ich schon, dass er mir jetzt auch noch so'n Lehrmeister ist aus dieser anderen Dimension.

00:24:46: Ja.

00:24:49: Ich glaube, wir könnten jetzt bei jedem einzelnen Teil noch tiefer ins Detail gehen und was wir da gemacht haben oder was da passiert ist.

00:24:58: Was die Folge aber generell machen soll wie viele Teile unserer Arbeit ist dir Impulse zu geben dass du für dich rein fühlen kannst.

00:25:08: was ist denn eigentlich für dich stimmig?

00:25:10: Und ich hoffe wie jetzt auch zum Beispiel die Impulse von der Trauerrednerin oder generelles was Alainer gefühlt hat wo sie gesagt hat, ich möchte Dinge anders machen oder wo wir generell schon Dinge anders in unserem Leben machen.

00:25:21: Soll das auch für dich ein Impuls sein mit dem Thema Trauer?

00:25:25: Anders umzugehen!

00:25:26: Dass es für dich stimmig ist, dass du dich loslöst von irgendwelchen Erwartungen und so macht man das Halt hinzu.

00:25:33: wie ist es denn für mich stimmiger?

00:25:35: Wie möchte ich dann das Leben dieser Person feiern?

00:25:38: Wie ist es für mich wichtig?

00:25:40: Wie viel Zeit möchte ich mir nehmen?

00:25:42: Welche Impulse kommen hier?

00:25:43: Wo kann ich jetzt... noch mal dieses quote hard decisions now easy life later.

00:25:48: wo kann ich jetzt andere vielleicht schwierigere Entscheidungen treffen damit mir hinterher Dinge viel einfacher fallen?

00:25:58: Ja was du dazu noch etwas

00:26:00: wäre auch irgendwie noch so eine schöne idee.

00:26:02: anstatt sterbe Karten haben wir zum Beispiel auch postkarte gemacht wo die leute hat in der geschichte eine schöne Geschichte aufschreiben können die sie mit meinem papa erlebt haben und Die werden jetzt hoffentlich in den nächsten Monaten so nach und nach bei meiner Mama einflattern, dass halt dann auch einfach irgendwie die Erinnerung weiterlebt.

00:26:20: Und wir auch einfach Geschichten mal hören, die wir vielleicht teilweise noch gar nicht kennen oder die wir vergessen haben.

00:26:27: Und er dadurch weiter in unserem Leben ist.

00:26:30: Ich glaube das ist ja auch das was wie gesagt worden schon die Trauer möchte.

00:26:34: Wie können wir in Verbindung sein?

00:26:38: kann er jetzt aus einer anderen Dimension weiter Teil unseres Lebens sein.

00:26:43: Und ja, deswegen fühle ich damit auch einfach einen ganz großen Frieden, weil ich auch einfach führe und glaubt das jedes Leben anders ist nicht nur, weil ein Leben so und so lang ist es wertvoll sondern auch ein Leben was kurz ist.

00:26:58: und auch wenn ich jetzt morgen sterbe weiß ich natürlich werden viele Menschen traurig sein und gleichzeitig war das dann halt.

00:27:04: meine Erfahrungen ist dann dass auch die Erfahrung der Anderen Also irgendwie da auch so ein Vertrauen zu sein, dass es irgendwie halt richtig ist.

00:27:12: Wie's ist?

00:27:13: Ich weiß auch nicht.

00:27:14: Irgendwie fühle ich das einfach so ja.

00:27:17: Ja... Das war's ihr Lieben!

00:27:20: Wir hoffen wir konnten euch inspirieren.

00:27:23: Genau falls wir in irgendeiner Form da einen Beitrag leisten können schreibt uns gerne auf Social Media per Mail über unsere Webseite.

00:27:29: Du findest überall die Informationen.

00:27:32: Falls du für diesen Prozess noch Fragen hast, falls sie irgendwann mal an den Punkt bist und sagt sich brauch mal Impulse von jemand der Dinge anders macht.

00:27:40: Schreibe uns, wir freuen uns über jede Rückmeldung.

00:27:43: Ansonsten lasst uns gerne für Sterne-Bewertungen auf iTunes und oder Spotify da das hilft uns mit dem Podcast noch viele Menschen erreicht damit auch diese Menschen Dinge anders machen vor allem in dem Thema Beziehung beziehung zu sich bzw zum Liebespartner Partnerin oder halt auch in solchen Formen der Beziehungen.

00:28:04: Danke für deine Zeit danke fürs Zuhören Bis ganz bald.

00:28:09: Tschüss!

Über diesen Podcast

Willkommen bei CREATIONSHIP – dem Beziehungspodcast für bewusste Partnerschaft, Wachstum & echte Tiefe.

Wir sind Annalena & Reimo – Beziehungsexperten, Coaches und Trainer für wahre Bindungskompetenz. Wir sind Liebende, Eltern und Businesspartner. Seit 2019 gehen wir gemeinsam durch Höhen und Tiefen und stehen für Co-Creation in der Liebe.

Über 12.000 Menschen folgen unserer Arbeit auf Social Media und YouTube. In Seminaren, Workshops und Ausbildungen durften wir bereits hunderte Menschen dabei begleiten, ihre individuelle Beziehungsvision zu erkennen – und zu leben.

In diesem Podcast bekommst du ehrliche Gespräche, fundiertes Beziehungswissen und konkrete Impulse, wie du alte Muster durchbrichst, emotionale Tiefe zulässt und in deine neue Identity stepst, um die Beziehung zu kreieren, von der du wirklich träumst. Keine Beziehung von der Stange – sondern eine Co-Creation Partnerschaft, die dich wachsen lässt.

Let’s create love – together.

von und mit Annalena & Reimo

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